Stellungnahme zur Prüfungsamtsverlegung



Die im Zuge der Fakultätenreform geplante Verlagerung der Mitarbeiter_innen für Prüfungsbüros, Haushalt und Personal steht nun auch in der Kultur-, Sozial-und Bildungswissenschaftlichen Fakultät an – unser Institut für Erziehungswissenschaften wird also ebenfalls direkt betroffen sein. Konkret bedeutet dies, dass die derzeitigen Mitarbeiter_innen aller Institute der Fakultät aus den o.g. Arbeitsbereichen an einen gemeinsamen Standort versetzt werden. Erhofft wird sich durch diese Zentralisierung der Verwaltung eine höhere Effizienz und eine besser zu gewährleistende Vertretbarkeit der Mitarbeiter_innen. Für den studentischen Alltag an unserem Institut bedeutet dies aber vor allem eins: mehr Umstände.

Hiermit möchten wir als Fachschaftsinitiative Erziehungswissenschaften euch über den aktuellen Diskurs bezüglich der möglichen Verlagerung und Zentralisierung der Verwaltungsmitarbeiter_innen informieren und die aus unserer Instituts- und Studierenden- spezifischen Sicht entstehenden Problematiken aufzeigen.

Die folgenden Argumentationen beziehen sich dabei in erster Linie auf ein vom Institutsdirektor Prof. Jerusalem im Fakultätsrat am 19.10.2016 vorgelegtes Papier, welches die Perspektive der Verwaltungsmitarbeiter_innen, des Mittelbaus und Professoriums wiedergibt sowie unserer Perspektive als Ewi-Fachschaft, entwickelt auch im engen Austausch mit der Fachschaft Sport.

  • An unserem Institut allein gibt es 10 grundständige Studiengänge mit einer Vielzahl an verschiedenen Studienordnungen. Eine zuverlässige und in vielen Fällen schnelle, verbindliche Erreichbarkeit der Prüfungsamtsmitarbeiter_innen sowie kurze Wege zu den Lehrstühlen sind für die Studierenden wichtig. Im Hinblick auf die Vertretbarkeit hat sich des Weiteren intern im Institut eine für Studierende und Dozierende funktionierende Praxis etabliert, die maßgeblich durch schnelle Verfügbarkeit und persönliche Absprachen sowie eine Affinität der Studienfächer geprägt ist. Von solch einem flexiblen und schnellen Service – ermöglicht durch die dezentrale Bearbeitung – auch in Stoßzeiten hängt in entscheidender Weise die Studierbarkeit unserer Studiengänge ab.
  • Entgegen der eigentlichen Ziele und Begründungen wird außerdem die Effizienz in der Verwaltung gemindert, sodass neben Einbußen in der Effizienz und Qualität auch ein zusätzlicher Ressourcenaufwand zu erwarten ist. Neben einer umständlicheren Kommunikation über die Hauspost und zusätzliche Wege ins neue Gebäude kommt es bei einer Zentralisierung nicht nur zu Zeitverzögerungen, sondern in Folge dessen würde außerdem die Lotsenfunktion der Prüfungsämter zwischen den Abteilungen und Studierenden und damit eine wichtige Orientierungsinstanz für letztere wegfallen.
  • Schlussendlich würde mit einer Zentralisierung das Zeichen gesetzt werden, dass die Prüfungsamtsmitarbeiter_innen nicht für das Institut mit seinen Studierenden und Lehrenden, sondern für die Fakultätsverwaltung da sei – eine aus unserer Sicht falsche und folgenschwere Perspektive.

Wir als Fachschaftsinitiative unterstützen die Argumentation des Institutes für Erziehungswissenschaften und sprechen uns hiermit deutlich, im Sinne der Studierbarkeit, gegen eine Verlagerung der Prüfungsämter aus.

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