Termin WS 14/15

Ab heute treffen wir uns wieder jede Woche montags um 18 Uhr im Fachschaftsraum in der Geschwister-Scholl-Straße 7. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

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Selbstverständnis

Da es immer wieder Verwirrungen darüber gibt, welche Aufgaben wir als Fachschaftsinitiative eigentlich haben, haben wir unser Selbstverständnis einmal aufgeschrieben:

Ohne gewählte Mandatsträger*innen zu sein, sehen wir uns als
Fachschaftsinitiative in verschiedenen Rollen:

  • In unserer Rolle als Vertreterin

sehen wir unsere Aufgabe darin, die Interessen der Studierenden
gegenüber dem Institut zu vertreten. Dabei berufen wir uns auf die
Rechte und Pflichten der Studierenden und gehen Möglichkeiten zur
Mitgestaltung des Hochschulalltags nach.
In den Gremien drückt sich diese Vertreter*innenrolle so aus, dass wir
versuchen, unabhängig vom persönlichen Dafürhalten entsprechend den
Interessen aller Studierenden abzustimmen.
Dafür sind wir darauf angewiesen, regelmäßig Rückmeldung zu erhalten.

  • In unserer Rolle als Vermittlerin

unterstützen wir den Dialog zwischen und innerhalb einzelner
Statusgruppen.
In Konfliktsituationen sind wir deshalb vermittelnd tätig. Wir handeln und
positionieren uns dann im Sinne aller Studierenden.

  • In unserer Rolle als Sprachrohr

versuchen wir, Transparenz herzustellen, indem wir die Studierenden
über Aktuelles aus der Hochschulpolitik informieren und umgekehrt in
den Gremien Fragen und Anliegen der Studierenden vortragen.

  • In unserer Rolle als Ratgeberin

sind wir ansprechbar für alle Statusgruppen.
Wir bieten ein offenes Ohr für Studierende, die neben der
Studienfachberatung und der studentischen Studienberatung eine
niederschwellige und erfahrungsreiche Alternative suchen.

Eure FSI beim Bildungsstreik

Unter dem Motto „pleite und prekär“ waren die Studierenden der HU am 25.06.2014 zur Teilnahme am Aktionstag des Bildungsstreiks 2014 aufgefordert.

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Das Bildungsstreikbündnis, ein offener Zusammenschluss Studierender, lud ab mittags im Foyer der Dorotheenstraße 24 dazu ein, sich in verschiedenster Weise mit dem Bildungsstreik, seinen Themen und Forderungen auseinanderzusetzen. Bei einer Podiumsdiskussion, Beutel-Basteleien, einer Alternativ-Mensa und am Infostand wurden vor allem die schlechte Finanzierung der Hochschulbildung und deren Folgen für die Lehrqualität, die Forderung nach mehr Demokratie in der Gestaltung der Uni, sowie die prekären Beschäftigungsverhältnisse vieler wissenschaftlicher Mitarbeiter*innen (die sich letztlich auch auf die Lehrqualität auswirken) verhandelt. Letztem Aspekt widmet sich das Bündnis in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft ver.di. Außerdem gab es ein Teach-In durch Aktive des Refugee-Schul- und Unistreiks, der ebenfalls noch Unterstützer*innen sucht.

Wie viele andere Fachschaftsvertretungen sind auch wir in der FSI EWi der Ansicht: Der Bildungsstreik geht uns alle an! Denn auch ihr begegnet in eurem Studium sicher oft Problemen und Hürden, die ihr so nicht länger hinnehmen wollt. In Absprache mit anderen Fachschaften wollten wir dabei neben der Forderung nach „mehr Geld für Bildung auf allen Ebenen der Uni“ und Transparenz und Demokratie besonders den Abbau sozialer Hürden beim Studienzugang in den Mittelpunkt stellen. Mit Infos und Denkanstößen in einigen Veranstaltungen und Fragen an den Luftballons wollten wir euch dazu einladen, zu überlegen, inwiefern ihr selbst von Problemlagen an der Uni betroffen seid, und euch ermutigen, euren Unmut öffentlich zu machen. Jeder Luftballon symbolisiert ein fehlendes Kontingent, also eine Stelle an unsrem Institut, für die eigentlich gar kein Geld da ist. Übrigens: Einige der Fragen finden sich auch an Pinnwänden überall im Institut verteil. Schaut bei eurem nächsten Sprechstundentermin o.ä. also gerne mal genauer hin.

Wenn auch ihr Missstände nicht länger schweigend tolerieren wollt, dann werdet selbst aktiv! Das geht im Bildungsstreik-Bündnis (Treffen donnerstags um 18 Uhr im Institut für Europäische Ethnologie), besonders freuen wir von der FSI uns aber auch über Zuwachs (Treffen immer montags 18 Uhr im Fachschaftsraum in der GS 7)!

Fakultätsrats- und AS-Wahlen

Am 10. Juni sind alle Studierenden der neu gegründeten Kultur-, Sozial-und Bildungswissenschaftlichen Fakultät dazu aufgerufen, die drei Studierendenvertreter*innen für den Fakultätsrat zu wählen. Aus dem Institut für Erziehungswissenschaften stehen Ann-Christine Niepelt und Julia Gohlke zur Wahl.

Außerdem finden am 10. Juni die Wahlen für den AS statt. Die Wahlvorschläge könnt ihr hier einsehen: https://gremien.hu-berlin.de/wahlen/wahlvorschlage/AS_Konzil_WV_140508.pdf

Studentische Vollversammlung am 15. Mai 14 Uhr

Am 15. Mai findet wieder eine studentische Vollversammlung statt. Hier dazu die Nachricht vom Ref_Rat:

Am Donnerstag, den 15.5.14 findet eine studentische Vollversammlung statt:
14 Uhr im Audimax im Hauptgebäude.

Themen sind all die Dinge, die seit der letzten VV passiert sind:
Auslaufende Stellen, die neuen Fakultätsräte, die Governancereform, die
Klagen gegen UniAssist und die auslaufenden Magister- und
Diplomstudiengänge, der kommende Strukturplanungsprozess sowie das
Bildungsstreikbündnis, dass sich seit der letzten VV organisiert und nun
Aktionen plant, teilweise gemeinsam mit Mitarbeiter*innen der HU.

Das Audimax ist mit Rollstuhl erreichbar.
Die Vollversammlung findet in deutscher Lautsprache statt und es wird
mindestens für die erste Stunde Gebärdensprachdolmetschung angeboten.
Außerdem werden wir englische Flüsterübersetzung organisieren und
versuchen, Flüsterübersetzung für weitere Sprachen zu organisieren.

Für die VV seid ihr offiziell von euren Lehrveranstaltungen freigestellt.

Fakultätenreform

Ihr habt inzwischen sicher schon mitbekommen, dass die vom Präsidenten angestrebte Fakultätenreform zur Zeit kontrovers diskutiert wird.

Hier könnt ihr noch einmal einiges über den bisherigen Verlauf nachlesen:

http://hu-berlin.blogspot.de/

http://www.tagesspiegel.de/wissen/krise-an-der-humboldt-uni-streit-eskaliert-praesident-der-humboldt-uni-legt-amt-zeitweise-nieder/9173932.html

http://www.tagesspiegel.de/wissen/eine-antwort-auf-hu-praesidenten-olbertz-wir-brauchen-keine-lippenbekenntnisse/9199246.html

http://www.tagesspiegel.de/meinung/humboldt-universitaet-praesident-ohne-nerven/9176796.html

http://www.tagesspiegel.de/wissen/turbulenzen-um-hu-praesident-jan-hendrik-olbertz-ruecktritt-fuer-30-minuten/9176634.html

https://www.refrat.de/article/45.html?1386251945

https://www.refrat.de/article/05.12.13_senat.html?1386258269

https://www.hu-berlin.de/pr/pressemitteilungen/pm1312/pm_131205_00

Pünktlich zur Kuratoriumssitzung am Donnerstag, bei der die Reform endgültig beschlossen werden soll, veröffentlichen wir hier eine Stellungnahme unserer Fachschaftsinitiative:

Sehr geehrte Mitglieder des Kuratoriums der Humboldt-Universität zu Berlin,

Seit Beginn der Verhandlungen über die Fakultätenreform haben wir uns innerhalb unserer Fachschaftsinitiativen sowie als Vertreter_innen im Fakultätsrat und der Gründungskommission für die Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät eingehend mit dem Reformvorhaben beschäftigt und geben auf dieser Grundlage folgende Stellungnahme ab:

Unsere Haltung gegenüber der Reform ist ambivalent und bedingt sich dahingehend, auf welcher Ebene wir sie betrachten. Bei keiner Diskussion möchten wir allerdings eine Beschönigung des Ist-Zustands vollziehen oder uns reformresistent verhalten. Allerdings kann weder mit der Reform noch ohne sie die Situation der Universität, insbesondere deren Haushalt, nach dem Jahr 2017 eingeschätzt werden. Genau deswegen sind wir der Ansicht, dass die Universitätsleitung sich im Falle der Fakultätenreform, aber auch ohne, über mögliche Konsequenzen und Szenarien intensivere Gedanken machen sollte. Dies ist bislang nur unzureichend geschehen.

Werden die Philosophischen Fakultäten III und IV zusammengeführt, ergibt sich für uns die Frage, wie diese neue Mega-Fakultät zu steuern sein soll. Wie können sich alle Institute gerecht vertreten fühlen? Zehn Institute werden versuchen, ihren Einfluss auf die Haushaltsentscheidung der HPK zu nehmen, um sich vorteilhaft zu positionieren. Fast ein Drittel der Studierenden der HU würde in der neuen Fakultät beheimatet sein und in ca. 80 Studiengängen studieren. Es ist uns unklar, welche zusätzlichen Verwaltungsaufgaben das mit sich bringt und wie diese gestemmt werden sollen.

Kritisch sehen wir auch, dass die Fakultätenreform bei der derzeitigen klammen Haushaltslage  finanzielle Mittel bindet, die aus unserer Sicht besser in die Lehre investiert werden sollten. Stattdessen steht zu befürchten, dass durch die Reform gerade im wissenschaftlichen Mittelbau Stellen gestrichen werden und gewisse zusätzliche Stellen, die durch die Reform eingerichtet werden sollen, nicht auf die Dauer gehalten werden können.

Inwieweit aus studentischer Perspektive von einer Verbesserung der Studiensituation und positiven Auswirkungen gesprochen werden könnte, ist uns bislang nicht hinreichend deutlich geworden.

Die Ziele der Reform, wie sie zu Eingang der Vorlage proklamiert werden, scheinen von den Mitteln, die nachfolgend beschrieben werden, abgeschieden zu sein, sodass nicht deutlich wird, wie diese Ziele mit den angestrebten Maßnahmen erreicht werden sollen. Damit liegt der eine Partizipation aller erschwerende Charakter des Reformvorhabens bereits im Text der Vorlage begründet. Durch die Trennung der Ziele und Mittel und die damit einhergehenden unabsehbaren Nebenfolgen ist es nur noch für Expert_innen möglich, das Vorhaben annähernd zu überschauen.

Wir kritisieren die Vorkommnisse im Akademischen Senat am 05.12.2013 ausdrücklich. Der Verlauf dieser Sitzung sowie die vorangegangenen Verhandlungen haben nichts mit demokratischen Teilhaberechten zu tun, wie sie an der Humboldt-Universität verankert sind und gelebt werden sollten. Genauso wenig lässt sich dabei von einer „Unregierbarkeit“ der Universität sprechen, wie es der Präsident, Professor Jan-Hendrik Olbertz, tat.

Eine Reform kann stets Chancen der Optimierung eines Systems mit sich bringen. Unter den gegebenen Umständen der Haushaltslage der HU stellen wir jedoch die Umsetzung einiger in der Vorlage gegebenen Bedingungen – wie zum Beispiel den kostspieligen Umzug der Psychologie – stark in Frage. Darüber hinaus kritisieren wir die persönliche Ebene, welche die Debatte über die Fakultätenreform mittlerweile eingenommen hat, die eine weitere Durchführung auf professioneller und konstruktiver Ebene unmöglich macht. Wir bitten Sie, diese Ausführungen zur Kenntnis zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ann-Christine Niepelt und Georg Michel Seeliger

Im Auftrag für die Philosophische Fakultät IV und die Vertreter_innen der Fachschaftsinitiativen Erziehungswissenschaften und Rehabilitationswissenschaften

Wir möchten euch aber auch nicht vorenthalten, dass eine vom RefRat einberufene Versammlung sich für eine Blockade der Kuratoriumssitzung entschieden hat. Den Flyer findet ihr hier:

Kuratorium_Blockieren_Bilddatei

Kuratorium_blockieren_Vorderseite Kuratorium_blockieren_Rückseite